Musical Global Playerz

Zeitungsartikel – Leben im Schloss
Oktober 25, 2018
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Musical Global Playerz

Ülayerz rocken Gagernschule

Ein Punkmusical für Globale Gerechtigkeit

 

Am Dienstag gastierte das Theater Sonni Maier mit dem Punkmusical „Global Playerz“ an der Heinrich-von-Gagern-Schule in Weilburg. Die Jahrgangsstufen 5,6 und 7 kamen in den Genuss dieser besonderen Aufführung, da die Fairtrade-Botschafter der Schule beim hessischen Vernetzungstreffen der Fairtrade-Schools so erfolgreich waren und diesen Auftritt gewannen.

Die Freundinnen Nia (Karolin Blumenstengel), Skazz (Sonni Maier) und Katey bilden zusammen die Girlie-Pop-Punkband „Playerz“. Als Katey zum ersten Mal Ghana, das Heimatland ihrer Eltern, besucht, werden die drei unversehens in eine Sache globalen Ausmaßes hineingezogen: Armut und Unterernährung auf der einen Erdhälfte, Überfluss auf der anderen. Da sie auch beim Song Contest mitmachen dürfen und Kateys Abwesenheit kompensieren müssen, erschien wie von Engelshand Gabe (Andy Little) und ersetzte Katey. Außerdem vermittelte er zwischen Nia und Skazz, die in einen heftigen Streit wegen Nias Uneinsichtigkeit geraten. Nia, die aus einer reichen Familien stammt, und die von ihrem Daddy alles, auch die Miete des Probenraumes, bezahlt bekommt, muss auf einmal sehr schmerzlich erkennen, dass es ihr Vater ist, der sich auf Kosten der Menschen in Ghana bereichert. Persönlich betroffen fällt es ihr zunächst schwer sich von ihrem Vater zu lösen, was Skazz, die aus armen Verhältnissen stammt, nicht versteht. Gemeinsam schaffen sie es aber ihren Streit zu bewältigen und zusammen mit Gabe beim Song Contest anzutreten, um gemeinsam die Welt zu verändern.

Die Darsteller holten die Schülerinnen und Schüler dort ab, wo sie stehen, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger zu moralisieren. Sie luden sie bunt, schrill, crazy und berührend ein, über das komplexe Thema „Globalisierung und Verantwortung“ nachzudenken und ermutigten sie besonders während des anschließenden Gespräches, Kleinigkeiten in ihrem eigenen Leben zu verändern, um die Welt ein kleines Stück gerechter werden zu lassen.

„Durch den eindrucksvollen Vergleich mit einer Mücke, die auch Großes bewirken kann, war uns Schülern klar, was wir erreichen können“, so der einstimmige Tenor der Schülerschaft. Lehrerin Martina Zimmermann, die das Fairtrade-Team der Schule hauptverantwortlich leitet, zeigte sich ebenfalls begeistert: „Die mitreißende Darstellung machte gerade den neuen Fünftklässlern bewusst, welche Bedeutung das Thema auch in ihrem eigenen Leben und Konsumverhalten hat.“