Ein Jahr Fairtrade-School

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Ein Jahr Fairtrade-School

Ein Jahr Fairtrade-School

Gagernschule behauptet Alleinstellungsmerkmal

 

Die Weilburger Heinrich-von-Gagern-Schule wurde vor einem Jahr zur 399. Schule des Fairen Handels ausgezeichnet. Gleichzeitig wurde sie die erste Fairtrade-School in Weilburg und der näheren Umgebung und behält dieses Alleinstellungsmerkmal auch ein Jahr danach.

Um den Titel Fairtrade-School zu tragen, sind fünf Kriterien unerlässlich. Zum einen gibt es ein Fairtrade-Team bestehend aus Schülern, Eltern und Lehrern, das durch verschiedene Aktionen auf das Thema Fairen Handel aufmerksam macht und Faire Produkte anbietet. Zu anderen soll das Thema fester Bestandteil im Unterricht sein und jährlich evaluiert werden, um den Umgang mit Fairem Handel sinnvoll in der Schulgemeinde zu etablieren.

Durch den Verkauf von Bananen aus dem Weltladen und Äpfel der schuleigenen Streuobstwiese mit fairem Schokoladenüberzug wurde der erste Geburtstag gebührend gefeiert. Im Vorfeld informierte das Team auch beeindruckend und kindgerecht die neuen Fünftklässler über die Bedeutung von Fairem Handel, damit die Schülerinnen und Schüler auch verstehen, was hinter dem besonderen Aktionsverkauf steht. Am Geburtstag selbst kam Renate Röhrig vom Vorstand des Weltladens Weilburg in die Schule und informierte die Schülerschaft über die verbesserten Lebensbedingungen der Bauern in Ecuador, die vom fairen Bananenhandel profitieren.

„Da das Kaufverhalten der Schulgemeinde so überwerfend war und alles verkauft wurde, wird es diese Aktion in der Adventszeit noch einmal geben“, so Martina Zimmermann, die sehr stolz auf ihr Team ist, welches von Lehrerin Annegret Emmerich und Lehrerin im Vorbereitungsdienst Cornelia Pitzer tatkräftig unterstützt wird. Auch der kommissarische Schulleiter Martin Schmidt ist über die Arbeit seiner Lehrerinnen und Eltern, die hinter diesem Projekt stehen, mehr als begeistert und hebt besonders das freiwillige Engagement seiner Schülerinnen und Schüler hervor: „Die Schüler lernen so, über den Tellerrand zu schauen und durch eigenes Handeln für mehr Gerechtigkeit in der Welt zu sorgen.“